Winterübung der Höhlenrettung - Lawinenschulung am Hochstaff
am 15. März 2009

 
Am 15. März 2009 fand mit insgesamt 10 Teilnehmern eine kurzfristig angesetzte Winterübung der HR-EST-Wien, unter der Leitung von Erich Hofmann statt.

Treffpunkt war Kleinzell, NÖ, mit dem Ziel auf dem Hochstaff unsere Lawinenkenntnisse zu verbessern. Es begrüßte uns sehr unangenehmes, feuchtes Wetter (es schüttete in Strömen) und der Berg war mit Nebel verhangen, deshalb beschlossen wir die theoretischen Grundlagen im Gasthaus zu besprechen. E. Hofmann und E. Krampert wechselten sich mit den Erklärungen ab und so erfuhren wir die verschiedensten Dinge über Tourenplanung und Vorbereitung (einholen von Lawineninformationen, Wetterbericht, Schneelage etc.).

Am Parkplatz wurden wir dann von einer Schneedecke von 1-3 m begrüßt. Danach begaben wir uns mit Tourenschi, Schneeschuhen, Lawinenschaufeln, Pieps, Sonden und anderen nützlichen Dingen ausgerüstet ins Gelände um den Umgang mit denselben zu üben, sowie das Erstellen eines Schneeprofils und den Bau einer Schneehöhle.

Nachdem die Tourenski bzw. Schneeschuhe angelegt waren, fuhren wir mit dem Programm fort. Jeder Teilnehmer ging mit seinem Lawinenpieps ausgerüstet an Ernstl vorbei, um zu prüfen ob es auch funktionstüchtig war und mit dem Signal vertraut zu werden. Aufgrund des dichten Nebels hatten wir nur wenige Meter Sicht und der Wind pfiff uns kalt um die Ohren. So suchten wir uns nach kurzer Zeit im Wald ein ruhigeres Plätzchen. Von hier aus setzten wir unsere Übungen fort. Im Schnee wurde eine Grube ausgehoben, um die darin liegenden Schichten zu analysieren. An ihnen kann man schon eine erste Abschätzung machen, ob es gefährlich sein könnte einen Hang zu queren. Später wurde selbige Grube zum Bau eines Notbiwaks verwendet. Im angrenzenden Areal wurden 2 Piepserl vergraben um mit den Suchfunktionen der Geräte vertraut zu werden. Obwohl der Wind nicht nachließ dauerte es lange, bis sich das Wetter besserte und der Nebel sich ein wenig lichtete.

Nachdem wir unsere Übungen gemeistert hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg und gingen nochmals zum Aufwärmen ins Gasthaus. Die Begeisterung der Teilnehmer hat wesentlich zum Erfolg der Übung beigetragen, denn alle waren trotz widriger Bedingungen mit Feuereifer dabei.

Bericht und Fotos: Stefanie Koppensteiner

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