Herbstübung der niederösterreichischen Höhlenrettung
16. November 2014

Text? Am 16.11.2014 nahmen 23 Höhlenretter des Landesverbandes Niederösterreich an der alljährlichen Herbstübung teil, welche diesmal in der Eisensteinhöhle bei Bad Fischau - Brunn (Kat. 1864/1) bei fast spätsommerlichem Wetter stattfand. Weiters wurde die Einsatzübung von fünf externen Teilnehmern unterstützt, welche als Beobachter bzw. Opferdarsteller tätig waren.

Text? Ernst Krampert, welcher die Übung ausgearbeitet hatte, zeigte sich - wie das auch im Ernstfall zu erwarten wäre - anfangs sehr zurückhaltend mit Informationen zur Übungsannahme. Fest stand lediglich, dass vom alarmierenden Höhlenführer angegeben wurde, es habe sich eine Person während einer Führung durch die Höhle von der Gruppe entfernt und sei seither nicht mehr gesehen worden. Beim Absuchen der Höhle durch einen Vortrupp der Höhlenrettung konnte der Vermisste rasch gefunden werden, er steckte allerdings verletzt in einer Engstelle fest. Die Befreiung aus dieser Lage sowie die Erstversorgung und der Abtransport des Verletzten stellten die Kernthemen der Übung dar, während die Übungsleitung im Verlauf der Stunden einige weitere "Missgeschicke" einflocht und bestrebt war, die Aktivitäten besonders auf die richtige Lagerung und Erstversorgung (Wärme!) des Opfers zu lenken. Genau diese Aspekte wurden von einem sachkundigen Beobachter genauer unter die Lupe genommen, welcher uns im Rahmen der Nachbesprechung vor der Höhle auch prompt auf etliche Verbesserungsmöglichkeiten in diesem Zusammenhang aufmerksam machte

Text? Wenn auch in den letzten Jahren gerade in Belangen der Erstversorgung sowie des Wärmemanagements ohne Zweifel viel erreicht worden ist, bleibt doch die Feststellung, dass hier stete Weiterentwicklung im Rahmen von Schulungen und Übungen wichtig ist. Auch die gelegentliche Zuziehung sachkundiger externer Beobachter scheint zweckdienlich, da es nie schadet, die eigene Methodik zu hinterfragen und Optionen (zum Beispiel auch im Hinblick auf die Ausrüstung) in Betracht zu ziehen.

Im Namen des NÖ Landesverbandes möchte ich zuletzt noch Gerhard und Maria Winkler sowie Josef Posch von der Eisensteinhöhle besonderen Dank für die wirklich großartige Unterstützung aussprechen.

Dieser Bericht baut auf ein detailliertes Protokoll auf, welches dankenswerter weise von Christine Hofmann verfasst wurde.

Bericht: Dieter Sulzbacher, Fotos: Kurt Dennstedt

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