Notruf Niederösterreich ist die zentrale Drehscheibe der Rettungsorganisationen und anderer Gesundheitsdienste hauptsächlich in NÖ und übernimmt über den Alpinnotruf 140 auch die Alarmierungs- und Leitstellenfunktion für die Bergrettung und Höhlenrettung. Die über 300 Mitarbeitenden müssen dabei täglich knapp 5000 Kontakte bewältigen – großteils telefonisch, aber zunehmend auch über andere Wege wie online-Chats. Das breite Leistungsspektrum umfasst neben der Disposition sämtlicher Rettungs- und Notarztmittel auch die Organisation von Krankentransporten und den Betrieb eigener Services wie etwa der Gesundheitshotline 1450 oder der Acute Community Nurses.
Das Leitstellensystem gilt als eines der fortschrittlichsten weltweit und wird ständig weiterentwickelt. Eingehende Anrufe werden zunächst von Calltakern entgegen genommen, bei Notfällen am Berg oder in der Höhle unterstützt jedoch ein Supervisor. Im Rahmen eines Fortbildungstages gab es heuer für diese die Möglichkeit, die Arbeitsweise der alpinen Sonderrettungsdienste genauer kennen zu lernen.
Der Vormittag des 04. Septembers wurde dabei von der Bergrettung gestaltet, welche am Klettersteig beim Weichtalhaus verschiedene Aspekte ihrer Arbeit vorstellte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen präsentierte sich die Höhlenrettung mit dem neuen Einsatzanhänger der Einsatzstelle NÖ-West. Anhand eines kleinen Vortrags wurde dabei ein Einblick in die Abläufe der Höhlenrettung ermöglicht, wobei im Besonderen die spezifischen Herausforderungen von Rettungseinsätzen unter Tage herausgearbeitet wurden. Schwerpunkte waren dabei die Einsatzbedingungen sowie die Kommunikation in Höhlen (Cave-Link). Aus unserer Sicht bot der Nachmittag eine hervorragende Gelegenheit zu interessanten Gesprächen, zur Beantwortung vieler Fragen und zum besseren Kennenlernen mit den Mitarbeitern von Notruf NÖ.

